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Nach dem Banntag

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Kolumne von Kuri Wirz zum Vatertag
Er ist für dieses Jahr wieder vorbei, der Vatertag. Es geht - ich weiss: diese Woche zum zweiten Mal in einer Kolumne - um den Banntag von Gelterkinden. Ich möchte hier nicht darüber schreiben, was ein richtiger Banntag ist. Dazu fühle ich mich nicht berufen. Das sollen andere machen.
 
Allerdings führe ich seit bald vier Jahrzehnten eine Rotte an in Gelterkinden. Seit einigen Jahren offiziell mit einem meiner Söhne, inoffiziell mit beiden! Angefangen habe ich in der Banntagskommission, als mein Vater auch noch dabei war. Banntag hat bei uns also auch viel mit Familientradition zu tun.
 
Jedes Jahr marschieren wir vorher gemeinsam die vorgegebene Route ab, manchmal zu dritt, häufiger aber im grösseren Familienrahmen. Hüür könnte man von einem richtigen kleinen Sippenbanntag reden, wenn es um den Rekognoszierungsrundgang geht. Schon die Vorgeschichte des grossen Tages dreht sich also um die Familie. Vatertag heisst somit nicht, dass „der Mann“ quasi frei hat und seinen Tag alleine geniessen darf, sondern dass das ein Familientag im wahrsten Sinne des Wortes ist. Schön finde ich, dass es bei meinen Kindern nie eine Frage war, ob sie wohl an Auffahrt lieber etwas anderes unternehmen wollten. Das war und ist heute noch einfach ein klarer Fall: An den Banntag geht man.
 
Auch hier war es ursprünglich natürlich eine Sache der Männer gewesen, die Grenzen zu kontrollieren. Anno 1940 wagten drei kecke junge Frauen, sich dem Männertross anzuschliessen. Eine von ihnen holte beim Appell sogar den Sold ihres Onkels ab, was ihr abends eine grössere Standpauke ihres Vaters einbrockte. Bei ihm handelte es sich um meinen Urgrossvater Adolf Wirz, die junge Dame war meine Grosstante Ruth, die letztes Jahr verstorben ist. Jedenfalls war damit der Bann gebrochen, und ich bin fast ein wenig stolz darauf, dass meine Familie da massgeblich beteiligt war!
 
Andernorts ist man stolz darauf, dass auch die Zusammensetzung des Maien, sein genauer Befestigungsplatz und seine Ausrichtung auf dem Hut geregelt ist. Bei uns ist es einfach wichtig, dass man einen hat. Ich selber richte mich auch da wieder nach unserer Familientradition aus der Zeit, als meine Mutter noch sämtliche Maien auf die Hüte nähte. Das scheint verschiedenen Banntäglern bei uns immer mal wieder lätz zu sein, was mich nie davon abhielt, diese Tradition weiterzuführen. Als ich dann mit der Zeit sogar entdeckte, dass Der Banntag-Venner auf dem gleichnamigen Bild unseres berühmten Fritz Pümpin seinen Maien gleich trägt wie ich, hatte ich noch einen weiteren Grund, mich nicht beirren zu lassen. Seither habe ich dieses Bild - das früher als Einladungskarte für den Banntag diente - jedes Jahr bei mir „zur Untermalung“. Und ich bin beim Schreiben dieser Zeilen fast sicher, dass ich mich auch hüür wieder bei jemandem damit „gerechtfertigt“ habe.
 
 
Kuri Wirz, Gelterkinder von Geburt und aus Passion


Schön wars am Banntag 2017!!!
 
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